Es war wie gegen Bischofsheim, zwei Wochen zuvor, in der 1. Hälfte eine katastrophale
Leistung unserer Mannschaft. Besonders die Defensive war zunächst überhaupt nicht im
Bilde.
Nachdem Keeper Daniel Gänge in der 14. Minute mit einer Glanztat noch klären konnte, fiel
in der 17. Minute das 0:1 für die Gäste. Adem Sabanagic hatte sich im Mittelfeld 25 Meter
vor dem Tor düpieren lassen und der gegnerische Stürmer ließ Daniel Gänge keine Chance.
Die wenigen Möglichkeiten der Germania resultierten aus Standardsituationen. In der 21.
Minute konnte der Marköbler Keeper den Ball nach einem Freistoß von Patrick Friese nicht
festhalten und Marcel Fuchs setzte den Nachschuss aus spitzem Winkel knapp am Tor
vorbei. Bereits in der 24. Minute sah einer der Gästespieler die gelbrote Karte. Den danach
fälligen Freistoß zirkelte wieder Patrick Friese in den Torraum, wo Marcel Fuchs knapp
vorbeirutschte. Was dann geschah, muss man wohl als rätselhaft bezeichnen, denn die
dezimierten Gäste spielten unbekümmert weiter und produzierten Torchancen in großer
Zahl. Man bekam in dieser Phase des Spiels nie den Eindruck, dass unser Team in
Überzahl agierte. Folgerichtig fielen die Tore 2 und 3 für die Gäste (33.,36.). In beiden
Fällen war der Torschütze von einer Überzahl von Germania-Spielern umringt, konnte aber
trotzdem nahezu unbedrängt vollstrecken.
In der 2. Hälfte kam unsere Mannschaft deutlich besser ins Spiel. Vor allem der
eingewechselte Thomas Wuerth sorgte für einigen Druck. Die Gäste hatten in der 49.
Minute noch eine Großchance, dann nahm die Germania das Zepter in die Hand und
schnürte Marköbel in seiner Hälfte ein. In der 69. Minute reagierte Oliver Krück im
Getümmel am schnellsten und bugsierte das Leder zum 1:3 über die Linie. 3 Minuten
später gab es eine Riesenchance zum Anschlusstreffer. Nachdem das Leder von den
Gästen mehrmals abgeblockt worden war, ging der Ball an den Pfosten und Marcel Fuchs
zielte mit dem Nachschuss am langen Eck vorbei. Das Unentschieden war jetzt in
greifbarer Nähe aber die Gäste verteidigten mit Glück, Geschick und teilweise überhart
ihren Vorsprung. Erst in der 86. Minute gelang Armin Curt mit einer Energieleistung das
2:3. Danach drängte unsere Mannschaft zwar weiterhin auf den Ausgleich, ohne allerdings
noch wirklich Zwingendes zu produzieren.
Die dramatische 2. Hälfte entschädigte für vieles. Ohne das vogelwilde Defensivverhalten
aus der 1. Hälfte wäre mindestens 1 Punkt möglich gewesen.
Es spielten: Gänge, Kirchhoff, Friese, Sabanagic (42. Wuerth), Terhoeven (59. Schadt),
Mankel, Rhiyourhi (42.Krück), Möser, Curt, Hardin und Fuchs.
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