Es gibt Dinge im Fußball, die kann man nur schwer erklären. Wer die 1. Halbzeit in diesem
Spiel gesehen hat, hätte wohl keinen Cent mehr auf unsere Mannschaft gesetzt.
Die Gäste aus Bischofsheim legten los wie die Feuerwehr und bei der Germania lief nahezu
nichts zusammen. Folgerichtig fiel bereits in der 8. Minute das bereits obligatorische frühe
Gegentor. Nach einem Fehler von Adem Sabanagic, den Patrick Friese und Tobias Kirchner
noch ausbügeln konnten, herrschte Unordnung in der Germania-Defensive und die Gäste
gingen durch einen sehenswerten Seitfallzieher in Führung. In der Folge hatte der FSV
Bischofsheim weitere hochkarätige Chancen diese Führung auszubauen, allerdings ohne
zählbaren Erfolg. Die einzige zwingende Chance für die Germania konnte zunächst Marcel
Fuchs nicht nutzen, weil er in guter Schussposition kurzzeitig ins Straucheln geriet und
sein Schussversuch deshalb zu schwach ausfiel. Der Torhüter konnte abwehren. Dieser
Abpraller fiel Mohamed Rhiyourhi vor die Füße, der allerdings mit dem Abschluss zu lange
zögerte. Kurz gesagt: das Beste aus Niederrodenbacher Sicht an diesem 1. Durchgang
war die Tatsache, dass es nur 0:1 stand.
Was auch immer Ersatzcoach Mike Sinsel oder auch die Mannschaft in der Halbzeitpause
mit sich angestellt haben, es hatte positive Auswirkungen. Die rätselhaften Ereignisse der
2. Hälfte nahmen bereits in der 47. Minute ihren Anfang. Der eingewechselte Oliver Krück
kam in abseitsverdächtiger Position am rechten Flügel an den Ball, setzte sich gut durch
und spielte zurück auf den anstürmenden Marcel Fuchs. Dessen Vorlage fand am langen
Pfosten Chester Hardin, der den Ball aus Nahdistanz über die Linie drückte. Danach nahm
das Spiel deutlich Fahrt auf. Es ging hin und her mit vielen guten Angriffszügen, ohne das
allerdings von beiden Mannschaften die ganz großen Chancen herausgespielt wurden. Das
änderte sich in der 64. Minute. Marcel Fuchs erlief einen langen Ball aus dem Mittelfeld,
behauptete sich im Laufduell glänzend gegen seinen Gegenspieler und ließ dann auch
kaltblütig dem Keeper keine Chance. Nach diesem 2:1 erhielt unsere Mannschaft nun die
nötigen Räume gegen einen die Abwehr öffnenden Gegner, gewann zudem auch immer
mehr Zweikämpfe. Mit einem gewonnenen Zweikampf leitete Mohamed Rhiyourhi das 3:1
ein. Mit dem anschließenden Superpass ging Marcel Fuchs auf die Reise, der mit seinem
zweiten Tor eine Glanzleistung krönte (73.). Danach hatte unser Team das Spiel im Griff.
Nachdem Julian Schadt in der 76. und Mohamed Rhiyourhi in der 83. Minute noch knapp
gescheitert waren, produzierten zwei Einwechselspieler das 4:1. Thorsten Kirchhoff,
gerade 2 Minuten zuvor eingewechselt, setzte sich auf der rechten Angriffsseite glänzend
durch und spielte von der Grundlinie zurück auf Julian Schadt, der die Chance überlegt
nutzte (87.). In der 89. Minute gelang Oliver Krück sogar noch das 5:1. Diesmal nach
hervorragender Vorarbeit von Holger Terhoeven und Julian Schadt.
Nach 8 sieglosen Spielen gab es für unsere Mannschaft endlich wieder einen Sieg.
Es spielten: Kirchner, Terhoeven, Friese, Sabanagic, Wuerth, Breideband, Möser (46.
Krück), Rhiyourhi, Curt, Hardin (68. Schadt) und Fuchs (85. Kirchhoff).
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