Unsere Mannschaft ist jetzt seit 8 Spielen sieglos. Ein Aufwärtstrend war in diesem Spiel,
dem jetzt dritten Unentschieden in Folge, aber deutlich sichtbar. Die Germania zeigte
gegen einen in der Tabelle viel höher stehenden Gegner ein beherztes Spiel.
Die Gäste waren zwar über die gesamte Spielzeit das optisch bessere Team mit deutlich
durchdachterem Spielaufbau. Das wurde aber durch den kämpferischen Einsatz unsere
Mannschaft über weite Strecken des Spiels ausgeglichen.
Zu Beginn brauchte es allerdings etwas Glück. Bereits in der 3. Minute erzielten die Gäste
den Führungstreffer. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld stand Patrick Friese falsch,
Holger Terhoeven konnte nicht mehr folgen und auch Tobias Kirchner konnte im kurzen Eck
den Querpass nicht verhindern, der dem gegnerischen Spieler das leere Tor zum
mühelosen 0:1 eröffnete. In der Folge hatten die Gäste weitere glänzende Chancen und
die Germania hätte bis zur 16. Minute schon gut und gerne 0:3 in Rückstand liegen
können. Erst Mitte der 1. Hälfte wurde das Spiel ausgeglichener und in der 23. Minute fiel
etwas überraschend das 1:1. Andre Möser spielte aus dem Mittelfeld einen Klassepass auf
Chester Hardin, der schnell auf Marcel Fuchs weiterleitete, der auf dem linken Flügel frei
stand und nun freie Bahn zum Tor hatte. Fuchs behielt auch im Strafraum klaren Kopf,
umspielte den herausstürzenden Keeper und vollendete überlegt zum Ausgleich. Danach
war die Germania deutlich im Aufwind und hätte um ein Haar bei einer ähnlichen Situation
in der 34. Minute die Führung erzielt. Wieder war Marcel Fuchs auf und davon, diesmal
nach einem Pass von Armin Curt. Sein Abschluss wurde jetzt allerdings von einem im
letzten Moment heranstürzenden Gegner zur Ecke abgewehrt.
Die 2. Hälfte begann mit einer Großchance für die Gäste aber Germania-Keeper Tobias
Kirchner konnte den Schuss aus 5 Metern parieren (50.). Vorausgegangen war eine
missglückte Kopfballabwehr von Adem Sabanagic. Vier Minuten später gelang unserer
Mannschaft ähnlich überraschend wie schon zuvor der Ausgleich auch die Führung.
Mohamed Rhiyourhi spielte einen langen Ball in die Spitze auf den im richtigen Moment
startenden Chester Hardin. Dem versprang zwar zunächst die Kugel bei der Ballannahme,
aber nachdem er sie auf der rechten Angriffsseite wieder unter Kontrolle hatte, spielte er
einen Klassepass in den Lauf von Marcel Fuchs, der sicher zum 2:1 vollendete. Bereits vier
Minuten später schlugen die Gäste zurück. Es war ein kurioses Tor. Denn nachdem unsere
Mannschaft in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren hatte, sah der Linienrichter den
Spieler auf dem linken Flügel zu dem der öffnende Pass kam im Abseits und hob die Fahne.
Der Schiedsrichter ließ allerdings weiterspielen und die kurzzeitige Verwirrung in der
Germania-Defensive genügte den Gästen, um das 2:2 zu erzielen. Der Schiedsrichter
signalisierte direkt nachdem Treffer seinem Linienrichter, dass er es besser gesehen und
deshalb dessen Signal ignoriert hatte. Dem Rodenbacher Anhang, der an dieser Stelle laut
protestierte sei hier gesagt, er darf das durchaus so entscheiden. Nach dem Ausgleich
hatten die Gäste aus Somborn derart Oberwasser, dass man für unsere Mannschaft sogar
um den einen Punkt fürchten musste. Nach einem Klassespielzug kam in der 74. Minute
nur der letzte Pass nicht an. Der Gästestürmer rutschte am langen Pfosten knapp an der
Hereingabe vorbei. Die Germania Defensive war zu disem Zeitpunkt schon komplett
ausgespielt. Eine Minute später lenkte Tobias Kirchner einen platzierten Schuss aus 14
Metern zentrale Position mit einer Glanztat an die Latte. Und auch eine weitere Minute
später war der Germania-Keeper bei einer guten Chance der Gäste wieder zur Stelle. Der
Führungstreffer und damit eine weitere Niederlage schien jetzt nur eine Frage der Zeit.
Erst als in der 80. Minute gleich zwei Spieler aus Somborn mit einer roten und einer
gelbroten Karte den Platz verlassen mussten, ließ der Druck nach. Die Überzahl in den
letzten 10 Minuten konnte die Germania aber nicht nutzten. Lediglich Armin Curt hatte in
der 85. Minute eine gute Chance zum Siegtreffer. Sein Visier war allerdings zu hoch
eingestellt und der Ball flog aus guter Schussposition weit über das Tor.
Es spielten: Kirchner, Terhoeven, Friese, Sabanagic, Wuerth, Rhiyourhi, Möser, Krück (54.
Schadt), Curt, Hardin und Fuchs.
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