Gemessen am Spielverlauf ist das Ergebnis durchaus angemessen. Für unsere Mannschaft,
Schon vor Spielbeginn nahm die derzeitige Torhütermisere bei der Germania ihren
Fortgang. Torhüter Nr. 4 Dominik Gumm verletzte sich beim Aufwärmen am Finger und
konnte nicht antreten. Für ihn lief ein Feldspieler, der etatmäßige Stürmer Chester Hardin
auf und es sei schon vorweggesagt er machte seine Sache hervorragend.
Die 1. Hälfte verlief ziemlich unspektakulär. Beide Mannschaften bekämpften sich 0im
Mittelfeld, Torchancen waren Mangelware. Der erste Torschuss des Spiels in der 11. Minute
durch Marcel Fuchs sollte lange Zeit der Einzige bleiben. In der 37. Minute war dann die
Germania dem Führungstreffer ganz nahe als erneut Marcel Fuchs nach einem Lindheimer
Abwehrfehler freie Bahn zum Tor hatte. Er wurde zwar etwas abgedrängt, flankte aber
mustergültig vor das Tor, wo Oliver Krück knapp verpasste. Auf der Gegenseite parierte
Chester Hardin einen Schuss aus 18 Metern zentrale Position glänzend und verhinderte so
kurz vor der Pause (44.) den eigentlich unverdienten Rückstand unserer Mannschaft, die
über weite Strecken dieser 1. Hälfte das bessere Team war.
Der 2. Abschnitt begann gleich mit einem Ausrufezeichen, denn Marcel Fuchs traf, gut
freigespielt von Mohamed Rhiyourhi aus 14 Metern halblinke Position nur den Pfosten. Die
optische Überlegenheit unserer Mannschaft aus der 1. Hälfte setzte sich zunächst fort.
Schlag auf Schlag gab es jetzt Chancen, die, ein Spiegelbild der Vorwochen, allesamt nicht
verwertet wurden. Eine Führung wäre jetzt hochverdient gewesen. Thomas Wuerth setzt
das Leder nach einem schönen Spielzug knapp am Tor vorbei (53.). Nach einem
Stellungsfehler in der Lindheimer Defensive könnte Oliver Krück mit freier Bahn zum Tor
endlich einmal seine Schnelligkeit ausspielen, ist aber insgesamt zu unentschlossen und
gibt dem Gegner damit die Chance doch noch zu klären (59.). Direkt im Anschluss daran
kann Thomas Wuerth in guter Position den Keeper nicht überwinden. Das ist nur eine
kleine Auswahl der Germania-Chancen, die in dieser stärksten Phase unserer Mannschaft
vergeben wurden. Die Gastgeber hatten dem nur eine große Möglichkeit
entgegenzusetzen, als einer ihrer Stürmer nach einem klugen Pass in die Tiefe der
Germania-Defensive entwischte und frei vor Chester Hardin weit über das Tor zielte. In
den letzten 20 Minuten des Spiels wurden die Gastgeber zusehens stärker und nahmen
immer mehr das Heft in die Hand. Trotzdem ließ die Germania-Defensive um die wieder
glänzenden Innenverteidiger Patrick Friese und Adem Sabanagic wenig zu. Nur in der 77.
Minute musste sich Keeper Chester Hardin nochmal kräftig strecken, als Armin Curt das
Leder in Bedrängnis aus Nahdistanz fast ins eigene Tor bugsiert hätte.
Insgesamt gesehen war das 0:0 ein gerechtes Ergebnis, das mit etwas mehr Glück und
Geschick der Germania-Offensive durchaus auch ein Sieg hätte werden können.
Es spielten: Hardin, Kirchhoff (73. Terhoeven), Friese, Sabanagic, Mankel, Breideband,
Rhiyourhi, Wuerth, Curt, Krück und Fuchs.
|