Es war ein hochverdienter, wenn auch durch den Platzverweis für Keeper Tobias Kirchner
teuer erkaufter Sieg, den die Germania im ersten Punktspiel des neuen Jahres einfuhr.
Auf dem ungeliebten Hartplatz wurde das Spiel ausgetragen und es war wie so oft auf
diesem Untergrund eine hektische, fahrige Begegnung. Die Germania versuchte mit
Kurzpassspiel das Mittelfeld zu überbrücken, produzierte aber auf dem schnellen Untergrund
immer wieder Fehlpässe. Zum Glück konnte der Gegner aus diesen Fehlern kein Kapital
schlagen. Gut auch das der Führungstreffer für unser Team früh fiel, denn dadurch war die
anfängliche Nervosität schnell unter Kontrolle gebracht. In der 9. Minute brachte Kai Krüger
eine Ecke von rechts in den gegnerischen Strafraum. Jochen Breideband köpfte den Ball von
der Strafraumgrenze ins Getümmel vor dem Kasten, wo Marcel Hedderich am schnellsten
schaltete und das Leder ins Tor bugsierte. Danach hatte die Germania das Spiel zunächst im
Griff. In der 13. Minute wäre Marcel Hedderich um ein Haar sogar der zweite Treffer
gelungen, doch er scheiterte nach einer hohen Hereingabe von Michael Schmitt aus kürzester
Entfernung am gegnerischen Keeper. Die Gastgeber hatten nur in der 16. Minute eine
zwingende Chance aber Tobias Kirchner war nach einem Fehler von Daniel Köhler auf dem
Posten. In der 33. Minute drohte dann aber doch ernste Gefahr für die Führung, denn der
Schiedsrichter verhängte nach einem vermeintlichen Foul einen zweifelhaften Elfmeter, den
Tobias Kirchner allerdings parieren konnte.
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte war die Germania überlegen, ohne aber weitere
zwingende Chancen zu erspielen.
Zu Beginn der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Die Germania weiter spielbestimmend, nur
der zweite Treffer fehlte. Michael Schmitt traf in der 55. Minute nach einer Flanke von Kai
Krüger nur den Pfosten. In der 64. Minute kamen dann die Gastgeber wieder einmal
gefährlich vor unser Tor. Daniel Köhler war eigentlich besser zum Ball stehend ausgerutscht
und sein Gegenspieler hatte plötzlich freie Bahn. In der nachfolgenden Unordnung in der
Germania-Abwehr waren die Gastgeber aber zu unentschlossen und trafen deshalb trotz
mehrerer guter Einschussmöglichkeiten den Kasten nicht. In dieser Phase wurde das Team
aus Oberau etwas mutiger und erspielte sich in 66. Minute eine weitere gute Chance. Ein
hohes Bein von Jochen Breideband ahndete der Schiedsrichter mit einem Freistoß im
Germania-Strafraum, Torentfernung 8 m. In der Hektik vor der Ausführung des Freiststoßes
kam es auf der Torlinie zu einem Gerangel zwischen unserem Keeper Tobias Kirchner und
einem gegnerischen Spieler. Dabei tat unser Torhüter, was wohl jeder Torhüter dieser Welt
tut, wenn ein Spieler ihm den Bewegungsspielraum nimmt, er versuchte sich Platz zu
verschaffen. Der Schiri wertete es als Tätlichkeit und zeigte die rote Karte. Daniel Gänge
musste ins Tor aber beim anschließenden Freistoß nicht eingreifen. Die Mauer blockte ab. In
der Folge wurden die Gastgeber in Überzahl etwas zwingender, ohne allerdings große
Chancen herauszuspielen. Die Germania verlegte sich derweil aufs Kontern. Die langen Bälle
aus Abwehr und Mittelfeld, mit denen jetzt die Spitzen gefüttert wurden, brachten schließlich
den Erfolg. Zunächst wurde Gulma Megersa, in der zweiten Hälfte einer der Besten, nach
einem solchen Ball vom gegnerischen Torhüter in der 87. Minute mit einer Notbremse
gestoppt. Die Folge war der Platzverweis jetzt auch für diesen Keeper. Jochen Breideband
zirkelte den daraus resultierenden Freistoß aus 20 Metern ins Toreck. Das 0:2 war zu
diesem späten Zeitpunkt die Vorentscheidung. Das 0:3 durch Marcel Hedderich, wieder nach
einem langen Ball in die Spitze, machte dann in der Nachspielzeit endgültig alles klar. Kurz
vor Schluss musste Dirk Kuhn noch auf der Torlinie klären und verhinderte damit das Ehrentor
der Gastgeber.
Mannschaftsaufstellung: Tobias Kirchner, Breideband, Kuhn, Daniel Köhler, Mankel, Krüger,
Megersa, Serdar, Hedderich, Krück (66. Gänge), Schmitt
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